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33. Es geht zu Ende?

Der vorletzte Tag ist gekommen. Gestern hat man eilig noch kleine Waldwanderung mit einer Kitagruppe organisiert, damit wir kurz vor Ende etwas Brauchbares vorweisen können. „Ich werde nicht mit den Kindern durch den Wald latschen.“, sagt Kathrina „Die haben doch ihre Erzieher, die einen Batzen Geld dafür bekommen, dass sie sich um sie kümmern, und ihr sollt ihre Arbeit für umsonst machen, damit die in Ruhe Kaffe trinken können!“, „Nein, nein.“, sagt Anja, „Die Erzieher waren doch mit.“

Die Aufseherin kommt und liest die Namen derer vor, dessen Verträge verlängert wurden. Alle, die sich nicht streng daran gehalten haben, so zu tun als ob wir arbeiten würden, sind draußen. Bleiben dürfen nur die, die am meisten loyal waren. Das kann man gut verstehen. Wir heißen jetzt nicht mehr Betreuer, sondern Assistenten der Freizeitwirtschaft! Thomas muss jetzt an den amerikanischen „facility manager“ denken, was einen Hausmeister beschreibt.

Unsere Cindy ist auch draußen. Schwangere braucht man hier nicht. Sie ist am Boden zerstört. Als „Harzi“ bekommt sie jetzt nur noch 300 Euro Elterngeld monatlich für ihr Baby. Sie arbeitet ja nicht mehr, Pech gehabt.

Ist es überhaupt noch gewollt, dass die Armen sich vermehren? Die Politik scheint die Gesetze nur für ihresgleichen zu entwerfen, für die eigenen Töchter! Reiche Karrierefrauen bekommen 1800 Euro Monat für Monat für ihre Babys, die anderen dürfen sich die Le(y)ne nehmen, zusammen mit ihrem Säugling. Ist das Kind einer armen Mutter dem Vater Staat ab dem 1. 1 2007 gar nichts mehr wert? Vielleicht will ER (der Staat) jetzt nur noch mit Edelfrauen Kinder zeugen. Wer sollen aber die zukünftigen Sklaven der Nation sein? Es werden nur "intelektuelle" Frauen gefördert, die bereit sind, nach einem Jahr das Kind ganz dem Staat zu überlassen! Wissen die Politiker nicht, dass eine schlaue Gesellschaft schwer zu regieren ist? Der sinkende IQ des Deutschen Volkes sollte der Regierung doch gerade recht sein. Die Nazis haben erst die Intelligenz vernichtet, um mit Hilfe des übrigen Molochs alles machen können was gemacht wurde! Ganz ohne Druck und Überredungskunst. Man musste denen nur erzählen, dass die mehr wert sind als der Rest der Menschcheit und prompt glauben viele es noch bis heute!!! Aber nur die Minderinteligenten, die anderen wissen, das ein Genie sich ganz von selbst durchsetzen kann, ohne speziell gefördert werden zu müssen; die restlichen sechs Miliarden sind Standart und keiner ist besser als der andere, nur ein wenig anders.

Jetzt noch zu den, vielleich zu klugen, zukunftigen Nachwuchs: bei dem Hühnern kämpft man um Freilandhaltung, alles andere ist Tierquelerei - keine Frage! Bei dem Kindern setzt man in der Zukunft auf Batterie - zum Wohle des Kindes, selbstverständlich! Vielleicht sollen da, die fähigen Gehirne gewaschen werden?! DDR lässt grüßen! Also ihr erfolgreichen und intelligenten zukünftigen Mütter gibt acht! Wollt ihr wirklich nur Rohstoff liefern? Dafür seid ihr doch, mal ehrlich, zu intelligent!!!

Ein Mann aus der oberen Etage kommt jetzt persönlich herein, um sich für unsere Arbeit herzlichst zu bedanken. Schlagartig verschwinden die Sektflaschen unterm Tisch. Wir waren die tollste Gruppe, die er jemals in seinem Haus hatte! Wir haben das meiste geschafft! „Kaisers neue Kleider“, dieses Märchen geht mir nicht aus dem Sinn. Er bedauert sehr, dass nur so wenige weiter beschäftigt werden können. Die Firma hat doch zusätzliche Räume angemietet, extra wegen uns, die jetzt nur Kosten verursachen werden! Lothar glaubt, dass sich mit Sicherheit ein Trick finden lässt, die Kosten wieder mal dem Steuerzahler aufzuzwingen. Der ist doch so geduldig in Deutschland!

Alle bekommen ihre Arbeitszeugnisse. Jetzt erfährt jeder, was er in den letzten Monaten alles getan hat! Mein Zeugnis liest sich wie eine spannende Geschichte. „Man, habe ich aber viel geschafft!“ Ist das der Schweigelohn für uns?

„Bitte noch daran denken, man trifft sich im Leben immer zweimal.“ Sollte das eine dezente Erpressung oder gar Drohung sein? Eine Aufforderung gar nichts nach außen zu tragen?

Jetzt sieht der Mann unsere, für Morgen schon ausgefüllte, Anwesenheitsliste. Wir haben für morgen Zwangsrecherche verordnet bekommen und die Liste, wie schon so oft heute unterschrieben. Er erklärt uns, dass es ab jetzt nicht mehr so geht, weil es vielleicht von einigen als Betrug gedeutet werden könnte. Wir müssen morgen früh kommen, unterschreiben und erst dann auf Recherche gehen. „Die Firma wurde schon mal angeschmiert.“, meint er, wir müssen verstehen, er muss sich auch selber schützen können.

Ich verstehe die Wichtigkeit einer Unterschrift und vor allem des Zeitpunktes in dem man diese setzt. Ich habe es manchmal vermutet, dass der Kürzel neben meinen Namen nicht von meiner Hand stammt, wenn ich mal vergaß mich aus der Liste auszutragen. Manchmal vergesse ich es auch absichtlich.

„Es gab ab und zu mal Unstimmigkeiten in der Gruppe, aber die haben wir lächelnd beseitigt.“ Mit diesen Worten und per Handschlag werden wir verabschiedet.

Rambo malt noch ein Smiley auf die Tafel.

17.2.07 11:46
 


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