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30. Nichtraucher werden bestraft

Eines Tages hat diese Veranstaltung stattgefunden, wir mussten alle hin. Ein paar bedürftige Kinder hüpften dort herum. Paar Eltern saßen in einem total verqualmten kleinen Raum. Unsere Truppe waren die Zuschauer. Reinste Langeweile und sehr ungemütlich. Die Luft war wirklich dick. Cindy ist schwanger. Der Zigarettenqualm machte ihr sichtlich zu schaffen. Mir tat sie Leid, aber vor allem ihr ungeborenes Kind! Nach einer halben Stunde habe ich ihr geraten einfach nach Hause zu gehen. Es wäre wirklich unverantwortlich, wenn sie hier noch länger verharren würde. Es gab keine Ausweichmöglichkeit, sie müsste sonst auf dem Flur stehen. Sie ging. Kurz danach erschien ganz unerwartet die Aufseherin und ist auf die Idee gekommen, die Anwesenheit zu überprüfen! „Arme Cindy.", dachte ich sofort. Die Gruppe versuchte, sie zu verteidigen. Es half alles nichts, die Aufseherin war richtig sauer. „Das wird ein Nachspiel haben" Ihr Kopf wippte schnell von einer Seite auf die andere. Sie erinnerte mich an eine Freundin aus meiner Kindheit. Sie kam aus schweren Familienverhältnissen und musste oft lügen. Immer wenn sie log, wippte ihr Kopf so ähnlich. Unsere Aufseherin log in diesem Moment nicht, nein, sie meinte das bitterernst!

Am nächsten Tag kam sie zu uns gleich am Morgen, schickte uns alle auf Zwangsrecherche, Cindy musste bleiben bis zum Ende der Arbeitszeit, ganz alleine- ohne was zu tun zu haben!
Am Ende des Tages musste sie sich bei der obersten Chefin persönlich melden. Mit den Worten „Na, hat ihnen heute der rauchfreie Tag gut getan?“, wurde Sie von ihr verabschiedet. Lothar hörte sich die Geschichte an „Das sind doch echte DDR-Methoden, die SED-Leute haben sich immer so verhalten. Ich kenne das von früher!“ Lothar kommt aus Mecklenburg-Vorpommern. „Ja, ja, man hört viel sächsischen Akzent dort oben." fügt er noch hinzu.
Beim nächsten Mal wird Cindy wohl den Zigarettenqualm vertragen müssen.
Übrigens, diese „verkrüppelte" Veranstaltung des fremden Vereins wird später garantiert gut verkauft als herverragende und nachahmenswerte Leistung unserer ehrenwerter Firma, die nichts anderes im Sinn hat als der Menschheit zu helfen! Es wird mit Sicherheit auch dazu verwendet, noch mehr Steuergelder zu erzwingen. Ich habe neulich bei dem Bund der Steuerzahler erfahren, dass der Schuldenzuwachs des deutschen Staates pro Sekunde 1056 Euro beträgt. Ich bin beruhigt. Unser „Projekt" hat bis jetzt nur etwa zwei Minuten beansprucht. Die „zwei Minuten" müssen jetzt nur noch verzinst werden und die benachteiligten Kinder werden uns ewig dankbar sein, diese später mal zurück bezahlen zu dürfen! Damit machen wir sie jetzt auf dem kürzesten Wege zur späteren benachteiligten Erwachsenen!

10.2.07 21:39
 


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